Alte Turnhalle – Song and Lyrics by Afrob

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Written by: Max Herre, Maxim Richarz, Samon Kawamura

Duration: 4:48

Discover the poetic beauty in ‘Alte Turnhalle’ by Afrob. This lyric breakdown takes you on a journey through the artist’s thoughts, emotions, and the story they aim to tell. From clever metaphors to evocative imagery, we delve into the nuances that make this song a lyrical masterpiece. Whether you’re a fan of Afrob or a lover of well-crafted words, our detailed analysis will give you a deeper understanding and appreciation of this song.

Mir wird schwindelig, darf nicht an die Decke schauen
Die Arme zittern schon, klammer’ mich ans Klettertau
Spür’ die Blicke, du wirst es nie bis oben schaffen
Der Hohn, das Lachen, wie ich auf den Boden krache
Die alte Turnhalle, ich verfluch’ sie immer noch
Die Duschen, wie es drinnen roch
Hiebe auf den Hinterkopf
Das Knie im Nacken, naseblutend auf den nackten Kacheln
Liegen gelassen, erkoren zu ihrem Sündenbock (Angst)
Wie sie mir die Brille runterreißen, mich in der Umkleide umkreisen
Jeder Funke kann als Grund reichen (Angst)
Wie sie herziehen über Vater
Dass er sterben wird als Harzer, ein erbärmlicher Versager
Wie ich, den keiner wählt
Als letzter auf der Bank
Mir wünsch’ jemand setzt die alte Turnhalle in Brand
Herzrasen, schwer atmen, Nerven liegen blank, Angst (Angst)

Angst essen Seele auf, Angst
Angst
Angst essen Seele auf, Angst (Angst)
Essen Seele auf
Angst essen Seele auf

Oh, wie frei er einmal flog
Bevor der Frühling vorüberging
Eine Nadel ihn zerstach
Und dieser Rahmen da drüben hing
Oh, wie frei wir einmal waren
Wo ist die Zeit, wo flog sie hin
Seine Farben, wie sie strahlen
Mein präparierter Schmetterling

Zu viele Körper auf zu engem Raum
An die Decke starrend, an den Wänden kauernd
Fleckige Laken, Feldbetten auf Linoleum
Hier liege ich wie aufgebahrt
Der Wille an seinem toten Punkt
Luft steht, ich mahle mit den Zähnen
Mein Blut bebt, in den Adern an den Schläfen
Ein weißer Plastikbecher knirscht in meiner Hand
Das Brüllen draußen hasserfüllt, ein fürchterlicher Klang (Angst)
Die Gebete meines Nebenmanns
Wehklagend, den Tränen nah, er klammert sich an den Koran
Eine Mutter tröstet ihren Sohn
Und es klebt an meinem Rücken mein Özil-Trikot
Sie rütteln an den Zäunen, ein Fenster geht zu Bruch
Ein Rauchmelder löst aus, Gott, wo endet meine Flucht
Herzrasen, schwer atmen, Nerven liegen blank, Angst (Angst)

Angst essen Seele auf, Angst
Angst
Angst essen Seele auf, Angst (Angst)
Essen Seele auf
Angst essen Seele auf

Oh, wie frei er einmal flog
Bevor der Frühling vorüberging
Eine Nadel ihn zerstach
Und dieser Rahmen da drüben hing
Oh, wie frei wir einmal waren
Wo ist die Zeit, wo flog sie hin
Seine Farben, wie sie strahlen
Mein präparierter Schmetterling